Smartphones-Können wir eigentlich noch ohne Sie?
Smartphones und Co-überall nur noch Medienstress, dort Gepiepse, da Downloads von Youtube-Videos. Sieht so unsere zukünftige Art aus, unterwegs zu sein? Heute ist es ja schon eine soziale Status-Frage, ob man von unterwegs Nachrichten auf Facebook schreiben kann oder Nichts zu erzählen hat? Wer Nichts zu erzählen hat, ist heutzutage eindeutig out of the source-Das muss doch ein Langweiler sein… Vielen Smartphones Besitzern ist gar nicht bewusst, dass Sie sich nur noch mit diesem Ding beschäftigen und kein Ohr und Auge für ihre Mitmenschen haben oder sind die anderen nicht mehr vielseitig genug? Versteht man das als digitale Spaltung zwischen Arm und Reich?
Die Frage ist, ob wir diese Smartphones brauchen oder ist es vielleicht nicht doch eine Konstruktion, die wir uns selbst auferlegen wie mit allen Besitztümern? Ich glaube, so einfach ist es in dem Fall nicht. Denn Smartphones, die wir unterwegs für unsere Online-Kommunikation nutzen, haben weitaus mehr Bedeutung: Sie betreiben Story-Telling. Sie erzählen was von sich, von überall und egal wo Sie sind: Sie sind immer präsent-nie offline. Für den einen bedeutet das eine hohe soziale Überforderung und Druck, für den anderen ist es eine Chance sich und der Welt da draußen zu zeigen, was in ihm steckt und wer weiß, vielleicht springt dabei sogar eine tolle Chance heraus, die der Online Aktive nie im Traum erdacht hätte.
Ein Bekannter von mir ist aktiver Blog-Schreiber und twittert täglich über seine Arbeit und Aktivitäten. Eines Tages meldet sich eine renommierte Firma aus San Francisco bei ihm: Sie wollten Ihnen unbedingt als Mitarbeiter haben. Das war nicht nur der Tatsache geschuldet, dass er täglich taggt und sich gut vernetzt, sondern auch ein glücklicher Zufall.
Smartphones für unterwegs haben also einen entscheidenden Vorteil: Du kannst jederzeit aktiv sein und in einem Glücksmoment den Hauptgewinn deines Lebens landen! Und wer weiß, vielleicht bist Du ja der nächste App-Entwickler!?
Die Frage bleibt offen, ob wir uns zu sehr von Online Aktivitäten die nicht für die Arbeit oder Bildung bestimmt sind, ablenken lassen? Schaffen wir dadurch andere “wichtige” Dinge des Alltags nicht mehr oder sind die vermeintlich wichtigen Sachen des Alltags in den Hintergrund gerückt? Werden Offline Aktivitäten wie z.B bürokratische Dinge, Ordnung des Alltags in naher Zukunft sowieso keine Rolle mehr spielen? Wir leben, arbeiten und einkaufen im Netz-was gibt es denn da noch außerhalb der Online-Welt? Eigentlich nur noch die wenigen Momente der Face to Face Kommunikation und die Echtzeit-Emotionen?!
Wichtig ist, dass wir bei der großen Smartphone-Hysterie nicht die Menschen vergessen, die uns wichtig sind und zwar in jeder Hinsicht!
Zitat des Tages: Pass dich nicht an, aber nur soweit deine persönlichen Grenzen reichen!
